| Informationen über GridKa |
| Am europäischen Forschungszentrum CERN wird zur Zeit der
Large Hadron Collider (LHC) gebaut.
Vier riesige unterirdische Detektoren werden dort ab 2007 die Flugbahnen von Elementarteilchen
aufzeichnen, die beim Zusammenprall beschleunigter Protonen oder Atomkerne entstehenden. Diese
vier LHC-Experimente werden pro Jahr etwa 8.000.000.000.000.000 Byte (8 PetaByte = 8 Millionen
GigaByte) an Daten erzeugen. Hinzu kommen jährlich weitere 4 PetaByte an Simulationsdaten. |
| Selbst bei optimistischen Prognosen über die Entwicklung von Prozessorleistungen und
Speichersystemen wird ein einzelnes Rechenzentrum nicht in der Lage sein, für weltweit mehrere
tausend Wissenschaftler ausreichend Kapazitäten zur Auswertung dieser Datenflut bereitzustellen.
Das LHC-Computing-Modell sieht daher vor, in mehreren Ländern jeweils ein regionales Rechenzentrum
aufzubauen und diese über Hochgeschwindigkeitsleitungen zu vernetzen. Grid-Software soll sich um die
automatische Daten- und Lastverteilung kümmern und eine transparente und einheitliche Sicht auf die
angeschlossenen Ressourcen ermöglichen. |
| Deutsche Kern- und Elementarteilchenphysiker sind mit mehr als 40 Arbeitsgruppen
an der Entwicklung und späteren Auswertung der 4 LHC-Experimente sowie an 4 weiteren, bereits heute
existierenden Hochenergiephysik-Experimenten beteiligt, und haben das
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
als Standort für das deutsche Regionalrechenzentrum gewählt. Im
Steinbuch Centre for Computing (SCC) wird in den nächsten Jahren das |